Alter Bahnhof als Wohnhaus ausgebautSt. Katharinenkirche mit HolzglockenturmBlick von Bissee aus über den See Richtung KirchbarkauBlick auf die Dorflage am Bothkamper See
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Unser historischer Bahnhof

Der historische Bahnhof Kirchbarkau als Drehpunkt zwischen Kiel, Lütjenburg und Segeberg

 

Die Kleinbahn-AG Kirchbarkau-Preetz-Lütjenburg (KPL) wurde am 21. Juni 1908 gegründet, wobei der Kreis Plön mehr als 75 % der Aktien übernahm. Ferner waren die Städte Preetz und Lütjenburg beteiligt.

Die Kleinbahn sollte die von großen landwirtschaftlichen Gütern geprägte Landschaft des östlichen Holsteins wirtschaftlich erschließen. Sie bediente die Güter Rethwisch, Rastorf, Wildenhorst, Wittenberg, Lammershagen, Friedeburg, Rantzau, Neuhaus, Klamp und Helmstorf, aber auch Ziegeleien und eine Kiesgrube.

In Preetz bestand Anschluss an die 1866 eröffnete Bahnstrecke Kiel-Ascheberg; der Kleinbahnhof lag allerdings etwa 600 m vom Staatsbahnhof entfernt. In Kirchbarkau bestand Anschluss an die am 2. Dzember 1911 eröffnete Kleinbahn Kiel-Segeberg. Der Bahnhof in Kirchbarkau war somit Gemeinschaftsbahnhof mit der Kleinbahn Kiel-Segeberg. Das verhältnismäßig große Empfangsgebäude mit Säulen geziertem Portal war Eigentum der KPL.

Am 15.05.1938 wurde der Betrieb der Strecke Kirchbarkau-Preetz-Lütjenburg eingestellt und unverzüglich mit dem Abbruch der Bahnanlagen begonnen.

Die Stecke Kiel-Kirchbarkau-Segeberg bestand aber weiterhin, ihr Zweck war es, eine normalspurige Kleinbahn von der Hafenstadt Kiel in südlicher Richtung durch das Gebiet des Kreises Plön zur Hauptstadt des Nachbarkreises Segeberg zu bauen und zu betreiben. 1914/15 wurden 240.212 Personen und 90.965 t Güter befördert. Kirchbarkau am Bothkamper See mit dem Herrengut und dem Bothkamper Wald war in dieser Zeit ein beliebtes Ausflugsziel für die Kieler. Doch die Entwicklung des Verkehrsaufkommens im ländlichen Raum veranlasste die Gesellschafter, den Betrieb am 31. Dezember 1961 einzustellen und die Bahn abzubauen.

Bis in den Sommer 1967 dauerte die Entfernung der Schwellen und des Gleiskörpers, der Bahnkörper ist teilweise heute noch erkennbar. Abschnittsweise kann die ehemalige Bahntrasse auch als Radwanderweg genutzt werden, so ist die Trasse auch im Barkauer Land erkennbar. Seit 2019 ist sie sogar zwischen Warnau und Nettelsee als Dörfer verbindender Radweg mit zwei Betonspuren ausgebaut! Zwischen Kirchbarkau und Warnau wurde entsprechend der Warnauer Weg für die Radfahrer präpariert. Diese Maßnahmen gehören begleitend zum Ausbau der B404 zur A21 zwischen Nettelsee und Klein  Barkau.

Der Alte Bahnhof in Kirchbarkau ist heute ein Mehrfamilienhaus geworden, wobei dem Bauherrn, der das Objekt ehemals erwarb, für seinen „denkmalspflegerischen“ Ansatz bei Ausbau- und Restaurierungsarbeiten zu danken ist. Das Gebäude ist weiterhin als historischer Bahnhof zu erkennen.

 

Mehr Information und auch geschichtlichen Hintergrund zum Thema KPL-Kleinbahn findet man in folgender Schrift:

Die Kleinbahn Kirchbarkau-Preetz-Lütjenburg

von Gerd Wolff (1969)

Historischer Bahnhof bis Ende der 50-er Jahre in Betrieb
Alte Stamm-Aktie der KPL-Kleinbahn

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